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  • AutorenbildHilmar Hoenes

Bootfahren bei Wind: Tipps und Bootsführerscheine

Bootfahren bei Wind kann ganz schön aufregend werden und auf jeden Fall erfordert es ein gewisses Maß an Erfahrung und Wissen. Im zweiten Teil unserer Winter-Serie gehen wir nicht nur auf Faszination des Bootfahrens bei Wind ein, sondern auch auf die relevanten Bootsführerscheine, Lernmöglichkeiten und drei wichtige Tipps für unerfahrene Skipper.

Ein Boot segelt über das Meer.
Boot fahren bei Wind will gelernt sein.

Bootfahren bei Wind und die richtigen Lizenzen

Bevor ihr euch bei schlechtem Wetter oder starkem Wind in die Fluten stürzt, ist es wichtig, den erforderlichen Bootsführerschein zu besitzen. In Deutschland sind die beiden gängigsten Scheine der Sportbootführerschein See (SBF See) und der Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen). Der SBF See ist für das Fahren auf küstennahen Gewässern, einschließlich dem Segeln auf dem Meer, erforderlich, während der SBF Binnen für Binnengewässer, also Flüsse und Seen, gilt. Doch der SBF befähigt zwar auf dem Papier zum Segeln, vermittelt aber nicht genug Praxiserfahrung für sicheres Bootfahren bei Wind. Ihr solltet also unbedingt Praxisstunden im Segeln absolvieren und euer theoretisches Wissen erweitern, damit ihr ein Boot sicher durch die Winde zu navigieren wisst.

Für das Segeln auf offenen Gewässern ist zusätzlich der Sportküstenschifferschein (SKS) von Bedeutung. Dieser erweiterte Schein ermöglicht das Führen von Yachten bis 15 Meter Länge auch in küstennahen Gebieten.

Ab wann wird Boot fahren bei Wind gefährlich?

Die Sicherheit beim Bootfahren hängt nicht nur von der reinen Windstärke ab, sondern auch von anderen Faktoren wie der Größe und Art des Bootes, den Gewässerbedingungen und der Erfahrung des Bootsführers. Es gibt jedoch allgemeine Richtlinien, die berücksichtigt werden sollten.

Für kleinere Boote, insbesondere Segelboote und Motorboote, können bereits moderate Windstärken problematisch werden. Ab etwa Windstärke 4 (11-16 Knoten) wird das Fahren für unerfahrene Skipper anspruchsvoll. Ab Windstärke 6 (22-27 Knoten) sollten bereits erfahrene Skipper vorsichtig sein, und ab Windstärke 7 (28-33 Knoten) wird das Bootfahren für die meisten Boote riskant.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Auswirkungen des Windes auf das Boot durch andere Faktoren wie Wellenhöhe, Wassertiefe und die Strömungsbedingungen beeinflusst werden. Ein hoher Wellengang kann beispielsweise die Stabilität eines Bootes beeinträchtigen, insbesondere wenn es sich um ein kleineres Boot handelt.

Die Entscheidung, ob es sicher ist, bei einer bestimmten Windstärke zu fahren, sollte immer auf einer gründlichen Beurteilung der örtlichen Bedingungen und der eigenen Fähigkeiten basieren. Es ist ratsam, die Wettervorhersagen sorgfältig zu überprüfen, sich über die lokalen Gewässerbedingungen zu informieren und im Zweifelsfall auf das Bootfahren zu verzichten oder professionellen Rat einzuholen.

Wo und wie kann man segeln lernen?

Segeln lernt ihr in Segelschulen, zum Beispiel bei uns. Wir bieten euch Segel-Kurse an, die sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Erfahrungen vermitteln. Die Praxis erfolgt auf unserer modernen Segelyacht, angeleitet werdet ihr von unseren erfahrenen Sippern, damit ihr ein grundlegendes Verständnis für Wind und Wellen entwickelt.

ONWATER-Segelyacht auf dem Rhein
Auf unserer neuen ONWATER-Segelyacht lernt ihr Segeln mit toller Aussicht.

Die theoretischen Aspekte, wie Navigation und Wetterkunde, finden bei uns an Land statt. Wir zeigen euch sicheres Bootfahren bei Wind und gehen in dem Theorie-Teil auf die Besonderheiten und Herausforderungen ein. Hier geben wir euch einen kleinen Ausblick.

Drei Tipps für unerfahrene Skipper beim Bootfahren bei Wind:

  1. Wetterbedingungen im Blick behalten: Bevor ihr euch aufs Wasser begebt, ist eine genaue Überprüfung der Wetterbedingungen unerlässlich. Windstärke und -richtung können einen erheblichen Einfluss auf die Sicherheit und den Spaß am Bootfahren haben.

  2. Angemessene Ausrüstung verwenden: Sicheres Bootfahren bei Wind erfordert nicht nur die richtige Ausbildung, sondern auch die passende Ausrüstung. Schwimmwesten, Sicherheitsleinen und ein Wetterfunkgerät sollten immer an Bord sein, um im Notfall gut vorbereitet zu sein.

  3. Kontinuierliche Weiterbildung: Man lernt die aus - Bootfahren ist eine lebenslange Lernreise. Auch nach dem Erwerb von Bootsführerscheinen ist es ratsam, regelmäßig Kurse zu besuchen, um die Fähigkeiten zu verbessern und mit neuen Entwicklungen im Wassersport Schritt zu halten.

Boot fahren bei Wind ist zweifelsohne eine anspruchsvolle, aber auch unglaublich lohnende Erfahrung. Mit den richtigen Lizenzen, einer soliden Ausbildung und der Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung steht einem sicheren und abenteuerlichen Wassersportvergnügen nichts im Wege.


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